Forscher finden neue Methode, um gefährliches Bauchfett bei älteren Frauen effektiver zu reduzieren

Forscher entdecken bessere Methode, um gefährliches Bauchfett bei älteren Frauen zu reduzieren
Forscher entdecken bessere Methode, um gefährliches Bauchfett bei älteren Frauen zu reduzieren

Ein neues Forschungsprojekt sorgt für Aufmerksamkeit: Mit dem Alter ändert sich nicht nur die Fettmenge, sondern auch, wo das Fett sitzt, und das kann das Risiko für Krankheiten wie Diabetes und Herzkrankheiten erhöhen. Eine kürzlich veröffentlichte Studie zeigt interessante Ansätze, wie man diese gesundheitsschädliche Verlagerung von Fett bei älteren Frauen gezielt angehen kann.

Hormone: wie sie die Fettverteilung beeinflussen

Hormone haben großen Einfluss darauf, wo Fett im Körper gespeichert wird. Jacob Earp, Assistenzprofessor für Kinesiologie am College of Agriculture, Health and Natural Resources (CAHNR), erklärt: „Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen Sexualhormonen und der Fettverteilung im gesamten Körper.“ Besonders betroffen ist das viszerale Fett, das um die inneren Organe im Abdomen gespeichert wird; mit steigendem Alter und hormonellen Veränderungen nimmt dieses Fett häufig zu. Klassische Methoden zur Gewichtsreduktion greifen hier oft zu kurz, weil sie nicht gezielt das viszerale Fett ansprechen.

Die neue Studie untersucht die Kombination von topischem Testosteron-Gel und Bewegung. Diese Methode zielt darauf ab, viszerales Fett gezielt zu reduzieren, ohne dass die Muskelmasse verloren geht; ein übliches Problem vieler Diäten und Abnehmprogramme. Jacob Earp betont: „Solche pauschalen Gewichtsreduktionsstrategien sind nicht immer der gesündeste Ansatz, insbesondere weil neben Fett auch Muskelmasse verloren geht, und die Erhaltung der Muskulatur ist im Alter extrem wichtig.“

STEP‑HI‑Studie: Aufbau und Ergebnisse

Die STEP‑HI‑Studie, veröffentlicht im Journal Obesity Pillars, untersuchte 66 Frauen über 65 Jahre, die sich von einer kürzlich erlittenen Hüftfraktur erholten. Hüftfrakturen sind eine große gesundheitliche Herausforderung, da sie bei Frauen fast dreimal so häufig vorkommen wie bei Männern und oft zu dauerhaften Einschränkungen und Mobilitätsverlust führen. Vor Studienbeginn erhielten alle Teilnehmerinnen einen DXA‑Scan, um die Körperzusammensetzung genau zu erfassen.

Alle Teilnehmerinnen nahmen an einem therapeutischen Übungsprogramm teil. Eine Gruppe bekam zusätzlich ein topisches Testosteron‑Gel, die Kontrollgruppe bekam keine zusätzliche hormonelle Behandlung. Nach sechs Monaten zeigte die Testosteron‑Gruppe eine deutliche Verringerung des viszeralen Fetts; die Kontrollgruppe verzeichnete hingegen den erwarteten Anstieg dieses schädlichen Fettanteils. Das Gesamtkörperfett blieb in beiden Gruppen insgesamt unverändert.

Jacob Earp fasst die Ergebnisse so zusammen: „Dies hat diesen Trend wirklich gebrochen und eine selektive Reduktion des Fetts in jenem viszeralen Kompartiment verursacht.“

Was das bringen kann

Die Ergebnisse könnten weitreichende Folgen haben. Topisches Testosteron‑Gel zusammen mit gezieltem Training könnte die Erholung nach Hüftfrakturen verändern, ohne die Muskelmasse zu schmälern. Solche Maßnahmen könnten nicht nur die körperliche Genesung fördern, sondern auch die Lebensqualität deutlich verbessern.

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Dieses Forschungsprojekt zeigt, dass sich effektivere und gesündere Alternativen zur bisherigen Gewichtskontrolle entwickeln lassen. Weitere Untersuchungen könnten noch tiefere Einblicke liefern und langfristige gesundheitliche Verbesserungen ermöglichen.